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Friedrich II. (Hessen-Homburg) ArtikelFriedrich II. von Hessen-Homburg auch bekannt als Prinz von Homburg, (* 30. MĂ€rz 1633 in Homburg v. d. Höhe; â 24.01 1708 in Homburg v. d. Höhe), war Landgraf von Hessen-Homburg.
Friedrich II. von Hessen-Homburg, BĂŒste von Andreas SchlĂŒter, gegossen von Johann Jacobi (VestibĂŒl Schloss Bad Homburg)
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Er ist Held des Dramas "Der Prinz von Homburg " von Heinrich von Kleist (geschrieben 1809/10, Erstveröffentlichung 1821). Diese Figur hat mit der historischen Person nichts gemein.
Friedrich II. war zuerst schwedischer Offizier und wurde 1659 beim Sturm auf Kopenhagen so schwer verwundet, dass sein rechter Unterschenkel amputiert werden musste. Sein Hofalchimist Paul Andrich fertigte eine Prothese mit silbernen Scharnieren - daher der etwas zynische Beiname Landgraf mit dem silbernen Bein.
1653 wurde Friedrich II. von Hessen-Homburg von Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Man verlieh ihm den Gesellschaftsnamen der Kleberichte und das Motto hÀlt an sich. Als Emblem wurde ihm das Leinkraut zugedacht. In dem Köthener Gesellschaftsbuch der Gesellschaft findet sich des Prinzen von Homburgs Eintrag unter der Nr. 613.
1675 in der Schlacht von Fehrbellin griff er als brandenburgischer Reitergeneral entgegen dem Befehl die schwedische Armee an und fĂŒgte ihr schwere Verluste zu. Das ist der Kern des Kleistschen
Dramas. Der daraus resultierende Sieg war der Ausgangspunkt fĂŒr Brandenburg-PreuĂens Aufstieg in dem 18. und 19. Jahrhundert.
Nach dem Abschied aus dem MilitĂ€rdienst lebte als er »Landjunker« in Brandenburg und ĂŒbernahm 1681 die Regierung in Homburg. Er lieĂ das Homburger Schloss errichten und bemĂŒhte sich mit wenig Erfolg um die Belebung der Wirtschaft durch die Errichtung einer Glasmanufaktur und einer Saline. Erfolgreich war dagegen eine andere MaĂnahme: Die Ansiedlung der aus Frankreich vertriebenen Protestanten - Hugenotten und Waldenser - in eigenen Gemeinden Friedrichsdorf und Dornholzhausen.
Friedrich II. war dreimal verheiratet: 1661 heiratete er GrĂ€fin Margarethe Brahe (* 1603 - â 1669); 1670 Prinzessin Louise Elisabeth von Kurland (* 1646 - â 1690) mit ihr hatte er 12 Kinder. 1691 folgte GrĂ€fin Sophie Sybille von Leiningen-Westerburg (* 1656 - â 1724) und 3 weitere Kinder.
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